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![]() Die teure Sucht nach kurzen Nachrichten Sie tippen im Bus, im Supermarkt, im Park. Für SMS-Süchtige ist das Handy lebenswichtig, denn sie sind abhängig von den Kurznachrichten, die man damit verschicken und empfangen kann. 380.000 Menschen, so schätzen Experten, sind in Deutschland SMS-abhängig. Sie möchten ein Kommentar abgeben: nutzen Sie das Forum
380.000 SMS-Süchtige in Deutschland Der Psychotherapeut und Autor Andreas Herter aus Hannover berichtet, dass immer mehr Menschen danach süchtig sind, Kurz-Mitteilungen auf dem Handy zu verschicken. Herter schätzt die Zahl der Abhängigen auf mittlerweile 380.000 in Deutschland, wie die Osnabrücker Zeitung jetzt meldet. Zu beobachten sei, dass die Tendenz der zwanghaft Abhängigen, denen es beim Inhalt ihrer Kurzmitteilungen nicht unbedingt auf den Inhalt der Nachrichten ankomme, steige und das Alter der Betroffenen sinke, so Herter. Das Verhalten der SMS-Süchtigen verändere sich deutlich, indem sie zunächst introvertierter und stiller würden, um dann plötzlich eine Art Erregungspotenzial aufzubauen. Der Experte berichtet von einem 17-Jährigen, der zur Zeit von ihm behandelt wird. Innerhalb von zwei Monaten brachte dieser eine Handyrechnung in Höhe von 6.000 Euro zustande. Ein anderer Fall schildert die Abhängigkeit eines jungen Ehepaares. Sie sitzen gemeinsam im Wohnzimmer Rücken an Rücken und senden sich Kurzmitteilungen auf dem Handy, weil sie sich nichts mehr zu sagen haben. Aber auch in der Schule und am Arbeitsplatz sind betroffene SMS-Süchtige bereits auffällig geworden. Im Erwachsenenalter seien häufig einsame und alleinstehende Menschen sowie 'soziale Absteiger' betroffen, sagt Herter. Der Original-Artikel ist am 09.07.2004 im Hamburger Abendblatt erschienen. Sie möchten ein Kommentar abgeben: nutzen Sie das Forum
In Kopenhagen gibt es bereits die erste Klinik für SMS-Sucht. Die Dänen haben eine Liste mit den typischen Symptomen, die für eine SMS-Sucht sprechen, veröffentlicht: - Stärkstes Indiz für SMS-Sucht ist eine hohe Handyrechnung. - Die Rechnung macht zwar Sorgen, aber statt die SMS einzuschränken, wird zum Beispiel beim Essen gespart. - Der Tagesablauf des Süchtigen ist von SMS geprägt. Nach dem Aufwachen gilt der erste Blick dem Handy. Statt zu frühstücken werden die ersten SMS verschickt. - Auf das SMS-Problem angesprochen, fängt der Süchtige an, die Situation zu beschönigen. - Echte soziale Kontakte werden eingeschränkt. Der Süchtige nimmt sich keine Zeit mehr für normale Treffen. Sie möchten ein Kommentar abgeben: nutzen Sie das Forum
Britische Wisschenschaftler warnen vor einer Welle geschwollener Handgelenke und arthritischer Daumen Über den möglichen gesundheitschädigenden Einfluss der Handy-Strahlen diskutiert die Fachwelt schon lange. Nun platzt eine neue Schreckensmeldung in die schöne neue Welt des mobilen Telefonierens: Auf die westliche Welt rolle eine Epidemie geschwollener Handgelenke und arthritischer Daumen zu. Auslöser der Krankheit seien die SMS-Sucht vieler Jugendlicher und ergonomisch fehlkonstruierte Mobiltelefone. Dies berichtet Spiegel Online und das Gesundheitsportal netdoktor.de. Die akute Mobiltelefonitis vieler Jugendlicher führe dazu, dass sie zig SMS-Kurzbotschaften pro Tag per Handy-Tastatur versenden. Beim Schreiben der beliebten Kurznachrichten seien die Daumenbewegungen so winzig, dass sie die Durchblutung nicht fördern und die Finger wie eine Maschine laufen, die nicht geölt worden ist, erklärt Andrew Chadwick, Direktor der britischen "Repetitive Strain Injury Association", die sich mit Gesundheitsschäden durch schlecht entworfene Tastaturen befasst. "Text Message Injury" (TMI) nennt Chadwick die ominöse Krankheit. "Gut möglich", orakelt der britische Wissenschaftler, "dass ganz Großbritannien in 20 Jahren arthritische Daumen hat und die Mobiltelefonhersteller verklagt." In 20 Jahren wird sich wohl erweisen, ob Chadwick Recht hat.Tatsache ist: Während sich im letzten Jahr die Nutzung der Kurznachrichten noch versiebenfacht hat, stagniert sie nun in Deutschland und Großbritannien - nach Annahme von Experten wegen der beschränkten Kaufkraft der Jugendlichen. Quelle/Urheber: Spiegel online/netdoktor.de/PolRed Sie möchten ein Kommentar abgeben: nutzen Sie das Forum
SMS stören den Schlaf Jugendlicher Etwa 80 Millionen Handy-Botschaften werden in Deutschland täglich verschickt. Laut einer Studie der belgischen Universität Leuven werden 3% aller Kinder jede Nacht einmal von einer eingehenden SMS geweckt, 43,4% der 16-Jährigen mindestens einmal monatlich. Für die Studie wurden 2.500 Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren befragt. Die SMS sorgen für mehr Schlafstörungen als Fernsehen oder der Computer. Eine hohe Handyrechnung ist das stärkste Indiz für eine SMS-Sucht. Weitere Zeichen können Unkonzentriertheit, Rückzug aus der normalen Kommunikation und körperliche Stresserscheinungen sein. Eltern sollten dafür sorgen, dass zumindest nachts das Handy abgeschaltet bleibt. Falls Sie nicht sicher sind, ob sich Tendenzen einer Sucht entwickeln, sprechen Sie mit Ihrem Kinder- und Jugendarzt. Quelle: http://www.kinderaerzteimnetz.de/bvkj/aktuelles1/show.php3?id=1061&nodeid=26& Sie möchten ein Kommentar abgeben: nutzen Sie das Forum
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