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Nicht ohne Vorsorge- Untersuchung

Sie sind über 35 und wollen jetzt endlich sportlich werden? Toll, aber zuerst sollten Sie sich ärztlich durchchecken lassen

Prof. Dr. med. Martin Halle, Leiter des Lehrstuhls für präventive und rehabilitative Sportmedizin an der TU München, erklärt ,warum Sporteinsteiger ab 35 Jahren zuerst zum Vorsorge-Check gehen sollten: Viele Menschen wissen nicht, dass sie etwa Bluthochdruck haben, an einer Herzkranzgefäßerkrankung oder einer Herzinsuffizienz leiden. Wer beispielsweise verengte Herzkranzgefäße hat und untrainiert Sport treibt, besitzt ein zehnmal höheres Risiko für einen Herzinfarkt. Eine andere Erkrankung, von der bereits junge Menschen betroffen sind, ist die so genannte hypertrophe Kardiomyopathie. Sie ist gekennzeichnet durch eine Verdickung der Herzmuskelwände und kann unter körperlicher Belastung Rhythmusstörungen oder den plötzlichen Herztod auslösen.

Was passiert bei der Kontrolle?
Beim Belastungs-EKG wird die Herzstromkurve aufgezeichnet, verbreitete Herzkrankheiten wie Durchblutungsstörungen können so erkannt werden. Blutuntersuchungen geben über erhöhte Cholesterin- oder Blutzuckerwerte Auskunft. Darüber hinaus sollten die Wirbelsäule sowie die Beweglichkeit der Gelenke überprüft werden. Der Arzt kann zudem Tipps zu der gewählten Sportart und der individuellen Belastungsgrenze geben.

Welche Ärzte führen eine solche Untersuchung durch?
Viele Hausärzte und Internisten. Manche Ärzte haben die Zusatzbezeichnung „Sportmedizin“. Ein guter Anlaufpunkt sind die sportmedizinischen Ambulanzen der Universitätskliniken.

Wie teuer ist das für den Patienten?
Die Kosten für manche Vorsorgeuntersuchungen werden von den Krankenkassen übernommen. Erkundigen Sie sich vorher, welche Untersuchungen Ihre Kasse bezahlt.

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